Ohne Obdach Matthias Unterwegs

Obdachlosigkeit Matthias Unterwegs

Tiefe Einblicke in die Obdachlosigkeit

Zwei Monate hat Matthias Unterwegs freiwillig in Deutschland und Frankreich das Leben mit Menschen ohne Obdach geteilt. Den Lebensunterhalt verdient er sich mit Betteln. Anfangs ist er jeden Tag auf der Suche nach einem neuen Quartier. Später hält er sich auch länger an einem Ort auf und sucht den Kontakt zu anderen Menschen ohne Obdach, von denen er viel Solidarität und Unterstützung erfährt.Am Ende lebt er ausschließlich „unter Brücken“. Zu seinen überraschenden Erfahrungen während der Obdachlosigkeit gehört, dass man vielen Obdachlosen nicht ansieht, dass sie obdachlos sind.
Im ersten Teil des Buches berichtet Matthias Unterwegs von persönlichen Erfahrungen und Begegnungen und von Lebensgeschichten Betroffener verschiedener Milieus. So auch über einen ehemaliger Bundeswehroffizier, der studierter Sozialpädagoge ist und von traumatischen Erfahrungen im Kosovo aus der Bahn geworfen wurde.
Der zweite Teil ist eher Sachbuch mit vielen Informationen, die in der Öffentlichkeit oft unbekannt sind. Neben aktuellen Zahlen erfährt der Leser etwas über die Geschichte des Bettelns und die gegenwärtige Rechtslage.Aus verschiedenen Blickwinkeln werden die Anfragen reflektiert, die das Phänomen der Obdachlosigkeit an uns stellt. Hier kommt beispielsweise die Sicht der Prozessorientierten Psychologie ins Spiel, die danach fragt, welche Ressourcen marginalisierte Teile eines Systems in sich tragen, die dieses System dringend bräuchte, um zu gesunden. Ein kleiner Leitfaden für eine gute Begegnung mit Menschen ohne Obdach rundet diesen Teil ab.

 

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Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2016, ISBN 978-3-96008-433-4 /  11,00 Euro *  auch als E-Book für 4,99 €
* inkl. Versand. Alle Erlöse des Autors aus diesem Buch kommen Obdachlosenprojekten zugute.

 


Was die Leser über dieses Buch sagen:

 

5sterne  Von Amazon Kunde am 14. Januar 2017
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„Dieses Buch sollte unbedingt von jedem gelesen werden, der nicht auf der Straße lebt.
Es ist ein sehr ehrliches einfühlsames Buch ohne Sentimentalität geschrieben, dass den eigenen Horizont wirklich erweitert.
Menschen auf der Straße sind eben keine Penner, die nur keine Lust haben zu arbeiten, in jede Ecke pinkeln und versuchen unser sauer verdientes Geld zu erbetteln. Es sind Menschen, die mit sehr wenigen Ressourcen auskommen und unseren ganzen, oft unsinnigen Konsum nicht brauchen.
Seit ich das Buch gelesen habe, nehme ich den Menschen wahr, der mich bittet ein ganz bisschen, winziges bisschen, von meinem Überfluss zu verschenken. Und er darf sich davon das besorgen, was er braucht, auch wenn es Dinge sind, die ich nicht davon kaufen würde. Und ich freue mich, ihm diese Bitte aus meiner derzeitigen Lebenssituation erfüllen zu können.
Danke Matthias Unterwegs für dieses Buch.“

 

5sterne  Von Amazon Kunde am 8. Januar 2017

„Die Schilderungen des Autors bieten einen sehr unmittelbaren Blick auf das Leben in Obdachlosigkeit, der in dieser Form einzigartig ist. Gleichzeitig reflektiert der Autor bewusst seine Erfahrungen, klärt über Stereotype auf und schlägt eine Brücke zu Möglichkeiten, Obdachlosen zu begegnen und sie zu unterstützen.

Ich finde es außerdem erwähnenswert, dass sämtliche Einnahmen des Autors aus diesem Buch, Obdachlosenprojekten zugute kommen.“

5sterne  Von Johanna am 4. Januar 2017

„Das Buch Ohne Odach, dessen Inhalt tief berührt und unter die Haut geht, nach-denklich stimmt. Begegne ich heute Menschen ohne Obdach, sehe ich sie mit anderen Augen und neuem Respekt. Ich versuche für einen Moment still meine Seele zu öffnen für die fremde Lebensgeschichte, die ich nicht kenne, von der ich nicht weiß. Manchmal frage ich jetzt behutsam nach dem „Woher?““
5sterneVon Amazon Kunde am 1. Januar 2017
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„Dieses Buch ist ein sehr emotionaler Erfahrungsbericht über das Leben ohne festes Dach über dem Kopf. Es gibt einen tiefgehenden Einblick, welche Höhen und Tiefen eine solcher Lebensweg mit sich bringt. Der Autor berichtet dabei gnadenlos ehrlich über innere Gedankengänge und das Untereinander zwischen Gleichgesinnten. Er räumt mit Vorurteilen auf und regt mit gezielt gesetzten Fragen zum Nachdenken an, ohne dabei die richtige Betrachtungsweise vorzugeben. Während man dieses Buch liest passiert etwas mit einem, ob wann will oder nicht man steht diesem Thema bewusster gegenüber und verändert seinen Blickwinkel auf Obdachlose und auch über sich selbst.“
Von Lisbeth am 12. Dezember 2016
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„Das Buch betrachtet das Thema Obdachlosigkeit aus einem spannenden Blickwinkel und regt LeserInnen ohne den moralischen Zeigefinger zum Nachdenken an! Die erlebten Geschichten sind fesselnd, unterhaltsam, emotional und tiefgreifend. Es bietet sowohl Menschen denen das Thema noch komplett fremd ist, als auch Personen die sich bereits mit dem Thema beschäftigt haben, eine gute Möglichkeit der Reflexion. Besonders spannend ist die systemkritische Sicht des Autors. Das Buch beschäftigt sich mit Lücken im deutschen Sozial- und Gesundheitssystem und gibt Erklärungsversuche des „Phänomens“ Obdachlosigkeit. Gesellschaftskritisch, witzig und zugleich berührend berichtet der Autor in diesem Buch von seinen Erlebnissen.“
5sterneVon Amazon Kunde am 25. November 2016
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„Ein Buch, dass sich wirklich zu lesen lohnt, denn es hilft mir mich mit meine Vorurteilen auseinander zu setzen.
Spannend und persönlich dennoch nicht belehrend geschrieben.
Es geht ans Herz, ohne jede Aufdringlichkeit oder Sentimentalität macht es auf eine Menschengruppe aufmerksam, denen man in einer Stadt täglich begegnet. Wie nehme ich Menschen war, die mich anbetteln, die auf der Straße (rum-)sitzen und Musik machen? Wie begegne ich ihnen? Sind sie mir lästig, unangenehm, stören sie mein geordnetes Leben? Pragmatisch stellt das Buch dazu Fragen: Als Bürger regt man sich auf über Ecken und Winkel, die unappetitlich riechen, weil „Penner“ dort ihre Notdurft verrichtet haben, ohne sich die Frage zu stellen, wo können Menschen nachts oder an Wochenenden ein Klo finden, dazu noch eins ohne dafür bezahlen zu müssen.
Schaue ich auf Obdachlose, auf Bettler herab? Sind Menschen ohne Obdach, Menschen für mich, die kein gelungenes Leben haben? Was für Fähigkeiten haben sie? Was kann ich von einem Menschen lernen, der anders lebt, seinem Leben eine andere Ordnung gibt, möglicherweise auch andere Werte gefunden hat?
Sensibel beschreibt Matthias Unterwegs sehr offen seine eigene Verletzlichkeit und Verletzbarkeit, aber auch andere Menschen und Situationen. Dabei ist er parteilich und klar ohne zu bewerten.
Unterwegs bleibt aber nicht dabei stehen, Erlebnisse und Situationen zu beschreiben, sondern stellt denen Handlungsmöglichkeiten gegenüber.
Besonders interessant war für mich, dass sein Buch im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitend ist. Es beschreibt nämlich nicht nur die Situation obdachloser Menschen in Deutschland, sondern auch die, von Menschen in Frankreich.
Dieses Buch hat mich in Bewegung gebracht. Ich begegne Menschen ohne Obdach, Menschen, die mich bitten, von dem was ich habe, eine Kleinigkeit abzugeben und nicht mehr Obdachlosen und Bettlern. Dazu gehe ich in der Begegnung auf Augenhöhe, dazu muss ich mich dann runter neigen, beugen, – mich bewegen.“

5sterneVon Markus F. am 4. November 2016

„Dieses Buch hat mir geholfen Menschen ohne Obdach ganz anders warzunehmen.
Es macht auf ein großes gesellschaftlisches Problem aufmerksam und handelt von Menschen, denen oft nur sehr selten unsere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

-> absolute Kaufempfehlung“

5sterne 
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„Es gibt kaum Literatur zur Obdachlosigkeit. Das Buch hilft, eine wesentliche Lücke zu füllen. Der erste Teil des Buches ist eine Annäherung über den Weg der Erfahrung, indem der Autor selbst zwei Monate bewusst auf der Straße gelebt hat und seine Erlebnisse dokumentiert. Besonders berührend sind die persönlichen Begegnungen mit anderen Obdachlosen und die Fragmente von deren Lebensgeschichten, die diese erzählt haben. Deutlich wird, dass es den typischen Obdachlosen nicht gibt. Jeder hat sehr eigene Geschichte. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko, die Wohnung zu verlieren, erhöhen.
Der zweite Teil ist Sachbuch und stellt viele Informationen zusammen, die man sich bisher allenfalls mit aufwändigen Recherchen zusammensuchen konnte. Das beginnt mit den aktuellen Zahlen. (Der Skandal wird spürbar, dass es seit vielen Jahren in Deutschland keine offizielle Statistik zur Wohnungslosigkeit gibt.) Das Problem der fehlenden Krankenversicherung wird dargestellt. Durch die Versicherungspflicht in Deutschland hat jeder, der Jahre lang nicht versichert war, unwissend einen fünfstelligen Betrag Schulden bei der Krankenkasse, bei der man versuchen würde ihn anzumelden. Das schneidet viele Betroffene von einer regulären Gesundheitsversorgung ab. Man erfährt ebenso etwas über die gängige Praxis der Bestattung von Obdachlosen.
Spannend ist das Kapitel zur Geschichte des Bettelns und insbesondere darin ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Baden-Württembergs, das die Rahmenbedingungen absteckt, unter denen unsere Gesellschaft die Anwesenheit bettelnder Menschen hinnehmen muss.
Es gibt eine Art Leitfaden, wie man in guter Weise Betroffenen begegnen kann und was man unbedingt tun sollte, wenn man Obdachlosen in Extremsituationen wie in Frostnächten hilflos antrifft.
Ein exkursartiges Kapitel setzt sich mit der Situation von Sinti- und Roma auseinander, die wir auch oft als mehr oder weniger auf der Straße lebenden Menschen wahrnehmen.
Interessant ist die vom Autor eingebrachte Sichtweise der Prozessorientierten Psychologie, die Phänomene wie Obdachlosigkeit als Symptome einer Gesellschaft versteht und danach fragt, welche Ressourcen marginalisierte Teile eines Systems in sich tragen, die für die Gesundung dieses Systems dringend nötig wären.
„Ohne Obdach“ ist ein spannendes und berührendes Buch, das man allen sehr empfehlen kann, die mehr über die Situation Obdachloser, das Phänomen der Obdachlosigkeit, Möglichkeiten des Engagements und über einige Ansätze, wie von der Seite der Politik und Gesellschaft her etwas zu verändern wäre, wissen wollen.“